Vom Rittergut zum Kulturort – Die Gemeinde Krölpa schafft sich ein Dorfzentrum

Am 1. Juni 2012 war es endlich soweit: die Pinsenberghalle wurde eingeweiht. Damit wurde die letzte große Maßnahme des MORO-Projektes Dorfzentrum Krölpa umgesetzt.

Das Schloss Krölpa wurde um 1730 an der Stelle eines ehemaligen errichtet. 1890 erwarb der Schulverband Krölpa das Gebäude, es wurden drei Klassenräume geschaffen. Ganze Schülergenerationen bekamen in den kommenden Jahrzehnten darin ihre Schulausbildung. Die seit 1990 stark rückläufigen Schülerzahlen stellten den Schulstandort Krölpa und das Objekt in Frage.

Im Rahmen der Studie für Modellvorhaben der Raumordnung (kurz MORO-Studie) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, in der 2004 die Auswirkungen des demografischen Wandels untersucht wurden, war Krölpa einer der Schwerpunkte. Es wurde im Ergebnis der Studie vorgeschlagen, das gesamte Schloss umzugestalten, die Grundschule als Kern eines Dorfzentrums auszubauen und weitere Einrichtungen im Gebäude zu konzentrieren.

Der Ausbau des Südflügels zur Grundschule endete mit deren Einweihung im Februar 2006. Über LEADER+, ein hervorragend geeignetes Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raumes, konnte der Mitteltrakt des Schlosses mit dem Barocksaal im Jahr 2007 denkmalgerecht saniert werden. In weiteren Räumen etablierten sich eine Musikschule, der Filmclub Krölpa-Ranis e.V. und das Kulturmanagement der Gemeinde.

Die ständig wachsenden Aktivitäten führten dazu, dass das vorhandene Raumangebot, insbesondere des Barocksaals, bald nicht mehr ausreichte. Die Gemeinde plante einen multifunktionalen Saal nach, der nicht nur dem Schulsport, sondern auch den gemeindlichen Bedürfnissen und auch denen der umliegenden Orte gerecht werden könnte. Die konsequente Umsetzung der MORO-Studie und die Ausrichtung auf eine überregionale Nutzung des Objektes bewegte die LEADER-Aktionsgruppe dazu, das Projekt mit einer zusätzlichen Förderung auszustatten.

Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Pinsenberghalle eröffnet, das Dorfzentrum erhielt den Namen KULTURORT KROELPA. Die intensive Nutzung der Einrichtung von Sportunterricht bis zu Hochzeitsfeiern, von Vereinsfesten bis zu regionalen Tagungen haben die Erwartungen aller Akteure mehr als übertroffen.

Weitere Informationen auf der Internetseite KULTURORT KRÖLPA