Von der Industriebrache zum technischen Denkmal: Nach rund drei Jahren Abriss-, Bau- und Revitalisierungsarbeiten ist die ehemalige Papierfabrik Blankenberg zum attraktiven Ausflugsziel geworden. „Am Beispiel der Papierfabrik wird deutlich, wie stark die Revitalisierung von Brachen und Ruinen ländliche Regionen bereichert und aufwertet“, sagte Thüringens Umweltstaatssekretär Roland Richwien heute in Blankenberg (Saale-Orla-Kreis). Die Arbeiten waren mit rund 330.000 Euro gefördert worden, unter anderem aus EFRE- und ELER-Mitteln der Europäischen Union, aber auch mit Geldern des Freistaats. Insgesamt kostete die Umgestaltung etwa 560.000 Euro. Das Projekt wurde durch die LEADER-Aktionsgruppe Saale-ORla e. V. begleitet.

Die Gemeinde Blankenberg hatte das Fabrikareal erworben, um den weiteren Verfall zu stoppen. Auf Grund der maroden Bausubstanz und der begrenzten finanziellen Möglichkeiten konnte die Gemeinde nicht die gesamte Papierfabrik erhalten. Die Sanierung wurde auf das Produktionsgebäude mit der historisch wertvollen Papier- und Streichmaschine begrenzt, andere Häuser und Anlagen wurden abgerissen.

Gleichzeitig wurden die Grünflächen saniert und gestaltet, ein Weg neu gebaut und eine Saalebrücke renoviert, über die nun Fußgänger und Radfahrer zwischen Thüringen und Bayern passieren können. Denn an der Papierfabrik kreuzen sich mehrere namhafte Wanderwege. Nach drei Jahren Arbeit sind nun die Voraussetzungen für die Entwicklung des Geländes zu einem Standort mit musealer und touristischer Bedeutung auf historischem Boden, dem Grünem Band, geschaffen.

TMLFUN und Sören Kube / 22.11.2012